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Was sich hinter der TALUS Möbelserie verbirgt.

Was lange wehrt, wird endlich gut.


Bereits 2012 hatte Stefan Spitz den Wunsch, eine Möbelserie zu kreieren. Sie sollte reduziert, aber dennoch massiv sein. 5 Jahre später und Dank der Integration von Designerin Annegret Ewert-Wurster war das Produkt vollständig und perfekt. Doch die Entwicklung war nicht leicht. Und die Ansprüche an Form und Praxis hoch. Die Designerin erinnert sich an die ersten Gespräche:


Wir wollten den Tisch so stabil wie möglich, hochwertig, aber dennoch lieferbar gestalten. Flach musste er also sein. Es muss für den Kunden möglich sein, den Tisch selbst auf- und abzubauen. Und das im Handumdrehen.
Dazu kommt die Formensprache, welche die Handschrift behalten muss. Die klare, ehrliche Gestaltung für ein ehrliches Produkt. Statik, die dem Raum die nötige Ruhe gibt. Benjamin Wolffs erinnert sich an das letzte TALUS-Meeting vor der Produktion:

Nachdem wir Annegrets Zeichnungen gesehen hatten, wusten wir: Der TALUS Tisch nimmt den Raum ganz gerne für sich ein. Wir wollten ihm aber dennoch die Möglichkeit geben mit seiner Umgebung passend zu spielen. So wurde die Idee der ganzen Serie geboren.
 



Die erste Produktion

Nur war mit der Produktion das Produkt noch nicht fertig. Denn jetzt kommt die Logistik ins Spiel. Dem Kunden sollte die Möglichkeit geboten werden, den Tisch individuell auf seine Räumlichkeiten anpassen zu können. Daher kann zwischen 2 und 3 Metern Länge gewählt werden. Wie kann so ein Aufwand ohne zu lange Lieferzeit aber in der Herstellung bewerkstelligt werden? Die Designerin kannte hier nur ein Möglichkeit:
Uns war klar, dass wir hierfür einen eigenen Schreiner beauftragen müssen, der kurzfristig den Tisch in jeder Länge bauen können musste. Zum Glück sind wir aber im Schwarzwald. Wenn, dann ist das hier möglich.
Und mit der ersten Produktion kam auch gleich die erste Überraschung: Die Tischbeinhalterungen, bestehend aus zwei Massivholzklötzen, waren zu teuer. Produktmanager Stefan Fehrenbach stand vor der nächsten Aufgabe.
Die Tische werden individuell und auf Maß produziert. Wie alle unsere Produkte gehen wir natürlich auch hier nicht auf Masse, das zieht den Preis stark nach oben. Wir hatten bis dato alles soweit kalkuliert, dass wir hinkamen. Aber die Klötze waren im Verhältnis noch zu teuer. Es sind zwei dreieckige Klötze aus massiver Asteiche, genau wie der Tisch. Und diese brauchen Bohrungen, die perfekt passen müssen, sonst passen die dafür vorgesehenen Schrauben nicht mehr.

Die einzige Möglichkeit bestand darin, die Klötze vorrätig auf on-demand zu produzieren. So konnte dem Anspruch, den Tisch bis zum letzten Winkel aus Asteiche zu produzieren, vollends gerecht werden.


Über die Grenzen hinaus

Letztlich sollte dem Tisch die perfekte Präsentation geboten werden. Marketingleiter Benjamin Wolffs hatte hierfür eine besondere Idee.
Der Tisch soll an die ländlichen Gegebenheiten erinnern. Deswegen war es uns wichtig, ihn zu 100% aus Holz zu bauen. Dazu wollten wir die Möbelserie auch nicht zeigen, wo sie stehen kann, sondern wo sie her kommt, wo sie gebaut wird. Wir wollten sie dort zeigen, wo sie entstand: In der Drechslerei meines Vaters.
 


Annegret Ewert-Wurster über ihr Design

Bei der Talus-Serie liegt der ursprüngliche Wunsch zugrunde, eine Konstruktion zu entwickeln, dass sich Tischplatte und Tischbeine voneinander trennen lassen. Der Entwurf sollte durch seine Einfachheit und Stabilität überzeugen. Durch die Position und die traditionelle Schrägstellung der Tischbeine erreiche ich einen sicheren Stand und eine große Beinfreiheit. Viele Personen können sich um den Tisch herumsetzen, ohne eingeschränkt zu werden. Er wird zum Mittelpunkt in jedem Raum. Ich habe durchgängig eine einheitliche Materialstärke gewählt. Dieses unterstützt optisch die schlichte Form. Zusammen mit den Bänken und Hockern bildet die Tischgruppe eine homogene Familie.